Excerpt for Der Kleine Igel by , available in its entirety at Smashwords





Der Kleine Igel



By

Sophia DeLuna



SMASHWORDS EDITION


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PUBLISHED BY:

Sophia DeLuna at Smashwords, Inc, Los Gatos

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Der Kleine Igel

Copyright © 2018 by Sophia DeLuna


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Gewidmet meiner Mutter, der ich so unendlich viel zu verdanken habe, und die für mich diese deutsche Version korrekturgelesen hat.


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Der Kleine Igel



In einem schönen weitläufigen Park am Rande einer großen Stadt, da lebte ein kleiner Igel.

Während des Sommers hatte er gelernt, für sich selbst Nahrung zu finden, und so war er seit einiger Zeit ganz auf sich allein gestellt. Am Abend, wenn er ausgeschlafen hatte, räkelte und streckte er sich ausgiebig. Dann machte er sich auf den Weg, um im Gras auf den Wiesen und im Gebüsch unter den Hecken kleine Käfer und Ohrwürmer und Tausendfüßer und Regenwürmer und anderes Getier zu suchen. Wenn er satt war, suchte er sich ein geschütztes Plätzchen im Gebüsch, um ein Nickerchen zu machen. Und wenn der Hunger ihn wieder aufweckte, dann machte er sich erneut auf den Weg, um Futter zu suchen, bevor die Sonne aufging.


Die letzten Nächte waren unangenehm kalt gewesen, doch der Boden war übersät mit bunten Blättern unter denen der kleine Igel viele schmackhafte Leckerbissen finden konnte. Und am Tage, wenn der Igel schlief, hatte die Sonne geschienen und sein Schlafplätzchen im gefallenen Laub gewärmt. Am vorherigen Tag jedoch waren Menschen mit großen, lauten Maschinen gekommen, und der kleine Igel hatte sich im hintersten Winkel des Parks unter einer Hecke verkrochen.

Am Abend, als die Sonne schon sehr tief am Himmel stand, und er sich vorsichtig aus seinem Versteck wagte, da war seine Welt wie verwandelt. Da waren keine bunten Blätter mehr auf den Wiesen, und all die vielen Blumen und Gräser waren verschwunden. Stattdessen waren dort nur noch kurze Grashalme und geköpfte Blumenstängel, soweit das Auge reichte. Der kleine Igel hatte so etwas schon öfter gesehen, in den kleinen Gärten, die es rund um den Park gab. Aber so eine riesige Fläche mit Gras über das er hinwegblicken konnte, das kannte er noch nicht. Da aber sein kleiner Magen knurrte, verbrachte er nicht viel Zeit mit Staunen sondern machte sich auf die Suche nach etwas Essbarem.

An diesem Abend musste der kleine Igel lange suchen, um genügend Futter zu finden. Den ganzen Park durchstreifte er, von einem Ende zum anderen.

Als die Sonne untergegangen war, und der kleine Igel endlich ein wohlig gefülltes Bäuchlein hatte, da wurde es sehr kalt, und ein eisiger Wind begann, über die Wiesen zu peitschen. Da krabbelte der kleine Igel unter eine Hecke und rollte sich ein, um ein Nickerchen zu machen.

Doch unter den Hecken lag nun kein Laub mehr, und die herbstlichen Blätter, die noch an der Hecke hingen, wurden vom Wind weggeweht. Die kahlen Zweige boten nicht viel Schutz vor dem eisigen Wind, und als der kleine Igel von seinem Nickerchen erwachte, da mochte er sich gar nicht räkeln und strecken, denn es war bitterkalt. Doch weil sein kleiner Magen grummelte, öffnete er schließlich mürrisch die Augen. Verwundert blinzelte er, denn es war ungewöhnlich hell obwohl es mitten in der Nacht war und die Sterne am schwarzen Himmel leuchteten. Neugierig rollte er sich auf und lugte zwischen den Zweigen hindurch. Die vormals noch nachtschwarze Wiese erstrahlte nun ganz in Weiß im Licht des Vollmonds. Wie ein glitzerndes, funkelndes Blütenmeer lag sie vor ihm.

Erstaunt reckte der kleine Igel seine Nase zwischen den Zweigen hindurch, um an den glitzernden Blüten zu schnuppern. Huhhh war das kalt! Und nass! Der kleine Igel schüttelte sich, und als er sich über die Nase leckte, da wunderte er sich, denn die nassen, kalten, Glitzerblüten schmeckten wie Wasser. Erneut wollte er an den seltsamen Wasserglitzerblüten schnuppern, doch der Ruf einer Eule ließ ihn abrupt innehalten.

Wenige Schritte vor ihm huschte eine kleine Maus über die weiße Wiese als plötzlich ein großer Schatten hinter ihr auftauchte. Mit beinahe lautlosem Flügelschlag stürzte sich die Eule auf die kleine Maus. Doch ihre Klauen griffen ins Leere, denn die kleine Maus hatte sich in letzter Sekunde in ihr Mauseloch gerettet. Mit sanften Schwingen erhob sich die Eule wieder in die Lüfte und entschwand in der Nacht.

Erleichtert, atmete der kleine Igel auf. Da kam ihm plötzlich ein bekannter Geruch in die Nase, und er tat schnuppernd einen Schritt zur Seite, wo ein Stückchen Baumrinde unter einer Plastiktüte hervorschaute, die vom Wind unter die Hecke geweht worden war. Geräuschvoll schnuppernd schob der kleine Igel sein Näschen unter das Rindenstück und drehte es mit einem Stups herum. Sein Geruchssinn hatte ihn nicht getäuscht. An der Unterseite des Rindenstückchens hing eine leckere fette Käferlarve.

Laut schmatzend vertilgte der kleine Igel den Leckerbissen.

Er stöberte noch einen kleinen Käfer und eine zusammengerollte Kellerassel auf, doch mehr war unter dieser Hecke nicht zu finden. Darum machte sich der kleine Igel auf den Weg und stapfte durch das Wasserglitzerblütenmeer, um nach Nahrung zu suchen.

Doch so sehr er auch zwischen den Grashalmen stöberte, er konnte nichts Essbares finden; und sein Bäuchlein wurde ganz nass, und seine kleinen Füßchen wurden eisig kalt. Da lief der kleine Igel so schnell er konnte zu der großen alten Tanne hinüber. Deren schwere Äste mit ihren immergrünen Nadeln neigten sich tief herunter und bildeten ein schützendes Dach, so dass der Boden darunter trocken geblieben war.

Die dicke Schicht aus herabgefallenen trockenen Nadeln wärmte die Füßchen des kleinen Igels ein wenig, und er begann darin zu scharren, um nach Nahrung zu suchen. Aber er fand nur zwei winzige Käfer und eine kleine Spinne. Frierend, und immer noch hungrig, gab der kleine Igel seine Suche auf und rollte sich ein. Er wollte am liebsten nur noch schlafen, doch sein Hunger und die nasse Kälte hielten ihn wach.

Als er eine Weile wach und frierend unter der Tanne gelegen hatte, da erinnerte er sich plötzlich an einen kleinen Garten, den er in der vorherigen Nacht entdeckt hatte.

Dort hatte ein kleiner Teller mit einem großen Berg leckeren Futters gestanden. Der kleine Igel hatte sich genüsslich schmatzend darüber hergemacht. Auch eine Schale mit Wasser hatte dort gestanden.

Vielleicht, dachte der kleine Igel, vielleicht würde er dort heute wieder seinen Hunger stillen können. Und er rollte sich auf und machte sich auf den Weg zu dem kleinen Garten.

Wieder musste er über die große Wiese mit den kalten, nassen Wasserglitzerblüten laufen. Dann ein Stückchen auf einem kleinen Weg, vorbei an dem Platz, dessen Nähe er zum Schlafen mied, weil dort am Tage viele kleine Menschen herumtobten und ein lautes Geschrei veranstalteten. Danach musste er noch über eine kleinere Wiese laufen, und unter einer dichten Hecke hindurchkriechen. Endlich erreichte er den Lattenzaun, in dem das untere Stückchen einer Latte fehlte. Die Lücke war gerade groß genug, so dass der kleine Igel hindurchschlüpfen konnte.

Unter großen Farnwedeln und zwischen herbstelnden Stauden hindurch suchte sich der kleine Igel einen Weg, um zu der Stelle hinter dem Haus zu gelangen, wo das letzte Mal der Teller mit dem Futterberg gestanden hatte. Und noch ehe seine Augen es erblickten, konnte er schon riechen, dass auch dieses Mal wieder Futter bereitstand. Eifrig schnupperte der kleine Igel und folgte dem Duft so schnell ihn seine kleinen Beinchen trugen.

Ausgehungert stürzte sich der kleine Igel auf den Teller und verschlang, gierig schmatzend, den köstlichen Futterbrei.

Als er sich ausgiebig sattgefressen hatte, schaute der kleine Igel sich um. Da entdeckte er hinter dem Schuppen einen großen weißen Hügel, der im Mondlicht glitzerte. Den hatte er in der vorherigen Nacht gar nicht bemerkt. Viele Äste und Zweige ragten aus ihm heraus, und jetzt da der kleine Igel sich darauf konzentrierte, konnte er auch den Geruch von gefallenem Laub wahrnehmen.

Neugierig tapste der kleine Igel hinüber zu dem Hügel, um ihn genauer zu untersuchen.

Als er näher herankam, stellte er fest, dass der Hügel ein großer Haufen aus Laub und Reisig war. Er war nur teilweise bedeckt mit Wasserglitzerblüten; der größere Teil war, geschützt vom Dach des Schuppens, trocken geblieben.

Vorsichtig schnuppernd lief der kleine Igel um den Laubhaufen herum; und als ihm kein Feindgeruch in die Nase kam, da wühlte er sich stupsend und knuffend und scharrend einen Weg hinein in den Haufen.

Umgeben von wohlig wärmendem, schützendem Laub drehte sich der kleine Igel ein paar Mal um sich selbst, um sich schließlich müde und erschöpft zum Schlafen einzurollen. Mit einem zufriedenen Seufzer schloss er die Augen und fiel kurz darauf in tiefen Schlummer.

Und er träumte von weitläufigen Sommerblumenwiesen die nach Herbstlaub dufteten, von fetten Käfern und Würmern die auf einem Teller im Mondschein tanzten, und von wohlig warmen Wasserglitzerblütenbergen.


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